Implantologischer Knochenaufbau, externer Sinuslift

UNSER LEXIKON

Sie suchen weiterführende Informationen oder haben Fragen zu zahnmedizinischen Begriffen? In unserem Lexikon haben wir Ihnen umfassende Informationen von A wie Achsiographie bis Z wie Zahnersatz zusammengestellt.

Externer Sinuslift

Der Knochenaufbau (Augmentation) in der Kieferhöhle gehört zu den gebräuchlichsten Techniken im Oberkieferseitenzahnbereich. Sind die Seitenzähne im Oberkiefer verloren gegangen, ist das Knochenangebot aufgrund der ausgedehnten Kieferhöhle meistens so gering, dass nicht einfach so implantiert werden kann. Es muss eine Augmentation in der Kieferhöhle durchgeführt werden (Sinuslift).

Der Sinuslift ist eine der sichersten Knochenaufbaumethoden überhaupt, da in einem gut geschützten Bereich augmentiert wird. Er hat daher eine sehr hohe Erfolgsquote. Man unterscheidet zwischen dem externen und dem internen Sinuslift. Die Entscheidung welches Verfahren angewandt wird, hängt von der Restknochenhöhe ab. 

Ziel ist es ein Implanat unterzubringen, das eine Länge von ca. 10mm aufweist. Fehlen nur zwei bis maximal drei Millimeter an Knochenhöhe, kann das interne Verfahren gewählt werden, andernfalls muss das externe Verfahren angewandt werden. Bei beiden Verfahren wird gleichzeitig das Implantat gesetzt. Ausnahme ist der Fall, bei der die Restknochenhöhe so gering ist, dass das Implantat nicht stabil verankert werden kann. In diesem Fall wird ebenfalls das externe Verfahren angewandt, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt implantiert, wenn der augmentierte Knochen angewachsen ist (Zweizeitiger Sinuslift).

Zum Knochenaufbau wird ausschließlich eigener Knochen verwendet, der in der gleichen Region in Form von Spänen gewonnen wird. So erreichen wir ein biologisches und langzeitstabiles Ergebnis und senken das Risiko von Fremdmaterialinfektionen. Nur beim zweizeitigen Sinuslift muss der Eigenknochen mit einem Knochenersatzmaterial gemischt werden, da es sonst zu starken Resorptionen kommt.

Ablauf des externen Sinusliftes
Ablauf des externen Sinusliftes

Ablauf

Der Kieferknochen wird an der Außenseite freigelegt. Mit einem Knochenschaber wird vorsichtig Knochenspäne gewonnen und gleichzeitig der Zugang zur Kieferhöhle präpariert. Wenn die Kieferhöhle erreicht ist, muss sehr behutsam weitergearbeitet werden, denn die Kieferhöhlenschleimhaut (Schneider´sche Membran) darf nicht verletzt werden. Von Ihr geht ein Großteil der regenerativen Kraft aus, neuen Knochen zu bilden.

Die Schleimhaut wird vorsichtig vom Knochen abpräpariert und so ein künstilicher Hohlraum geschaffen. Nun kann das Implantatbett aufbereitet werden bis in die Kieferhöhle hinein aufbereitet werden, da die Schneider´sche Membran aus der Gefahrenzone gebracht wurde. Das Implantat wird gesetzt und rundherum in körpereigene Knochenspäne eingebettet (kein künstlicher oder toter Rinderknochen, wie es meistens praktiziert wird). Das Implantat kann nun geschützt unter Schleimhaut einheilen. Nach einem externen Sinuslift sind für einige Wochen besondere Verhaltensmaßnahmen notwendig. Wir werden sie detailliert informieren.

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